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Mittwoch, 31. März 2010
Dienstag, 30. März 2010
Schnellinterview mit Wulf Dorn
Der Autor des Buches "Trigger", die Rezension findet ihr weiter unten, hat meine Schnellfragerunde jetzt auch beantwortet.
Einen Lebenslauf lasse ich jetzt mal weg, da ich der Meinung bin, die perfekte "Vita" ist schon auf seiner Website zu finden... Hier ;)
Und da ist es:
Schnellinterview:
Persönlicher Teil
1.:Drei Dinge, die Sie immer in der Tasche haben.
Zippo, Schlüssel, Kleingeld.
2.:Drei Dinge, die Sie immer im Kühlschrank haben.
Fettarme Milch, Kaffeepulver, Katzenfutter (nicht für mich *g*)
3.:Ihr schönstes Erlebnis.
Bisher: eine Nacht im neuseeländischen Regenwald.
4.:Was würden Sie mit 1000 Euro machen, wenn Sie sie frei ausgeben könnten?
An Halloween ein Kino mieten und mit Freunden die ganze Nacht Schwarzweiß-Horror-Klassiker ansehen. Mit viel Popcorn ...
5.:Ihre größten Hobbies.
Lesen, Schreiben, Laufen, meine Filmsammlung
6.:Wenn Sie drei Tage für sich selbst hätten, was würden Sie tun?
Mit einem guten Buch in der Sonne liegen.
7.:Lesen Sie viel?
Wann immer ich Zeit habe.
8.:Lieblingsautor und -roman.
Zu viele, um mich für einen zu entscheiden.
9.:Gebundene Ausgabe oder Taschenbuch?
Klassiker und Nachschlagewerke gebunden. Ansonsten gerne Taschenbuch.
Beruflicher Teil
10.:Schreiben Sie regelmäßig?
Wenn ich an einem Roman arbeite: täglich. Dazwischen pausiere ich für ein bis zwei Monate.
10.1.:Wenn ja, wie viel täglich/ wöchentlich?
Während der Schreibphase im Schnitt sechs Seiten am Tag.
11.:Sind Sie schon an einem neuen Projekt zugange?
Ja.
12.:Ist Schreiben Ihre hauptberufliche Tätigkeit?
Es wird immer mehr dazu.
12.1.:Wenn nein: Was machen Sie hauptberuflich?
Siehe Nebenberufe.
12.2.:Wenn ja: Haben Sie Nebenberufe?
Berufliche Rehabilitation psychisch kranker Menschen.
13.:Was würden Sie tun, um jungen Menschen das Lesen näher zu bringen?
Weiterhin die Arbeit der Stiftung Lesen unterstützen. Außerdem bin ich viel auf Lesungen unterwegs, denn Vorlesen macht Lust aufs Selbstlesen.
14.:Haben Sie einen Tipp für angehende Autoren?
Nie den Spaß am Schreiben und Fabulieren aus den Augen verlieren, da der Weg zur ersten großen Veröffentlichung mit vielen Tiefschlägen, Selbstzweifeln und Absageschreiben gepflastert ist. Und natürlich schreiben, schreiben, schreiben ...
Dann alle bitte mal ganz freundlich Danke sagen: "Danke Herr Dorn!"
Einen Lebenslauf lasse ich jetzt mal weg, da ich der Meinung bin, die perfekte "Vita" ist schon auf seiner Website zu finden... Hier ;)
Und da ist es:
Schnellinterview:
Persönlicher Teil
1.:Drei Dinge, die Sie immer in der Tasche haben.
Zippo, Schlüssel, Kleingeld.
2.:Drei Dinge, die Sie immer im Kühlschrank haben.
Fettarme Milch, Kaffeepulver, Katzenfutter (nicht für mich *g*)
3.:Ihr schönstes Erlebnis.
Bisher: eine Nacht im neuseeländischen Regenwald.
4.:Was würden Sie mit 1000 Euro machen, wenn Sie sie frei ausgeben könnten?
An Halloween ein Kino mieten und mit Freunden die ganze Nacht Schwarzweiß-Horror-Klassiker ansehen. Mit viel Popcorn ...
5.:Ihre größten Hobbies.
Lesen, Schreiben, Laufen, meine Filmsammlung
6.:Wenn Sie drei Tage für sich selbst hätten, was würden Sie tun?
Mit einem guten Buch in der Sonne liegen.
7.:Lesen Sie viel?
Wann immer ich Zeit habe.
8.:Lieblingsautor und -roman.
Zu viele, um mich für einen zu entscheiden.
9.:Gebundene Ausgabe oder Taschenbuch?
Klassiker und Nachschlagewerke gebunden. Ansonsten gerne Taschenbuch.
Beruflicher Teil
10.:Schreiben Sie regelmäßig?
Wenn ich an einem Roman arbeite: täglich. Dazwischen pausiere ich für ein bis zwei Monate.
10.1.:Wenn ja, wie viel täglich/ wöchentlich?
Während der Schreibphase im Schnitt sechs Seiten am Tag.
11.:Sind Sie schon an einem neuen Projekt zugange?
Ja.
12.:Ist Schreiben Ihre hauptberufliche Tätigkeit?
Es wird immer mehr dazu.
12.1.:Wenn nein: Was machen Sie hauptberuflich?
Siehe Nebenberufe.
12.2.:Wenn ja: Haben Sie Nebenberufe?
Berufliche Rehabilitation psychisch kranker Menschen.
13.:Was würden Sie tun, um jungen Menschen das Lesen näher zu bringen?
Weiterhin die Arbeit der Stiftung Lesen unterstützen. Außerdem bin ich viel auf Lesungen unterwegs, denn Vorlesen macht Lust aufs Selbstlesen.
14.:Haben Sie einen Tipp für angehende Autoren?
Nie den Spaß am Schreiben und Fabulieren aus den Augen verlieren, da der Weg zur ersten großen Veröffentlichung mit vielen Tiefschlägen, Selbstzweifeln und Absageschreiben gepflastert ist. Und natürlich schreiben, schreiben, schreiben ...
Dann alle bitte mal ganz freundlich Danke sagen: "Danke Herr Dorn!"
Freitag, 26. März 2010
Autogramme eingetroffen!
Heute Nachmittag sind die ersehnten Sebastian Fitzek Autogramme eingetreten ;)
Ja, zwei: Eines für mein Album und das zweite für den "Fitzekschrein".
Danke, Sebastian!
Ja, zwei: Eines für mein Album und das zweite für den "Fitzekschrein".
Danke, Sebastian!
Die Karten...
Das Autogramm auf ihnen :D
Das war die Freude der Woche. Danke, Sebastian!
Autorenportrait: Sebastian Fitzek

Erst studierte er Jura, bis er bei verschiedenen Radiosendern als Programmdirektor tätig war, und einige Sendungen im Fernsehen mitproduzierte.
Mit seinem Erstlingswerk „Die Therapie“, erschienen 2006 in der Droemer Knaur Verlagsgesellschaft landete der 1971 geborene Berliner gleich einen Bestseller. Das Buch verkaufte sich bis heute über 140.000 mal (!)
Aber auch seinen anderen Bücher waren allesamt Bestseller und verkauften sich wie warme Semmeln.
-Amokspiel, 2007
-Das Kind, 2008
-Der Seelenbrecher, 2008 (300000 verkaufte Exemplare aufwärts)
-Splitter, 2009
Im Juni 2010 wird sein sechster Roman „Der Augensammler“ erscheinen. Mehr dazu auf www.sebastianfitzek.de.
Aus Erfahrung weiß ich auch, dass er sehr offen ist, und auf jede Frage antwortet. Das Kontaktformular dazu ist auch auf seiner Webpräsenz zu finden.
Und natürlich wiedermal die Schnellfragerunde, wieder der Originaltext, die selben Fragen. :)
Schnellfragerunde
Der Sinn dieses Interviews ist dieser: Den Autoren, über die ich schreibe, frage ich allen ein und die selben Fragen. Die Fragen sollen sehr kurz beantwortet werden.
Persönlicher Teil
1.:Drei Dinge, die sie immer in der Tasche haben.
Handy, Schlüssel und Portemonnaie.
2.:Drei Dinge, die sie immer im Kühlschrank haben.
Cola Light, Gin und Tonic.
3.:Ihr schönstes Erlebnis.
Kommt hoffentlich erst noch, sonst hätte ich das Beste ja schon hinter mir ;)
4.:Was würden sie mit 1000 Euro machen, wenn sie sie frei ausgeben könnten?
Der Organisation HundeDoc schenken, die sich in Berlin um die Hunde von Straßenkindern kümmert. Damit hilft man sowohl den Kindern als auch den Tieren, hervorragende Einrichtung!
5.:Ihre größten Hobbies.
Schlagzeugspielen, Lesen und Schreiben.
6.:Wenn sie drei Tage für sich selbst hätten, was würden sie tun?
Jede Menge Freunde einladen.
7.:Lesen sie viel?
Jeden Tag, wann immer ich Zeit habe.
8.:Lieblingsautor und -roman.
Gibt es nicht. Je nach Tagesform bevorzuge ich ganz unterschiedliche Stilrichtungen. Im Thriller-Bereich verschlinge ich momentan alles von Harlan Coben. Aktuell lese ich aber gereade einen historischen Roman vor dem Hintergrund der wahren Geschichte einer Arktis-Überquerung.
9.:Gebundene Ausgabe oder Taschenbuch?
Gebundene Ausgabe. Die Dinger halten mehr aus, gerade im Urlaub.
Beruflicher Teil
10.:Schreiben sie regelmäßig?
Ja.
10.1.:Wenn ja, wie viel täglich/ wöchentlich?
Ich schreibe immer drei Monate am Stück und habe dazwischen einen Monat Pause.
11.:Sind sie schon an einem neuen Projekt zugange?
Aktuell bin ich im Pausenmonat, habe gerade abgegeben.
12.:Ist Schreiben ihre hauptberufliche Tätigkeit?
12.2.:Wenn ja: Haben sie Nebenberufe?
Ja, mein Nebenberuf ist die Arbeit in der Programmdirektion von 104.6 RTL, einem Radiosender in Berlin.
13.:Was würden sie tun, um jungen Menschen das Lesen näher zu bringen?
Das, was ich aktuell tue. Mich zu bemühen, Bücher schreiben, die den Geschmack auch von jüngeren Lesern treffen. Darüberhinaus will ich den Kontakt mit meinen Lesern halten. Über Emails, Twitter, Blogs und z.B. Interviews wie diesen.
14.:Haben sie einen Tipp für angehende Autoren?
Auch an Tagen zu schreiben, an denen man keine Lust dazu hat. Schreiben ist wie Sport - man muss erst den inneren Schweinehund überwinden, dabei läuft es meistens ganz gut und das Gefühl danach, wenn man fertig ist, ist einfach nur gut!
Rezension: Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Wenn die Frauen zurückkommen, sind sie lebendig begraben. Lebendig begraben, in ihrer eigenen Seele... Der Seelenbrecher betreibt einen riesigen Aufruhr in den Medien: eine Woche, nachdem die Frauen wieder auftauchen, sind sie zwar lebendig, ihre Seele aber tot.
Und als ob es nicht schlimmer kommen könnte: Der Seelenbrecher wurde in eine Privatklinik eingeliefert. Mitten im Winter, als die Klinik von der Außenwelt abgeschnitten war.
Und er schlägt wieder zu...
Ich bin lange um dieses Buch herumgeschlichen. Mein Vater bekam es geschenkt, aber da dieser sein letztes Buch mit zehn gelesen hat, schenkte er es mir. Dann dauerte es etwa ein Jahr, bis ich mit dem Lesen begann...
Und ich wurde mit dem Fitzek-Bann belegt. Der Schreibstil von Fitzek ist... wahnsinn. Er beendet jedes Kapitel, nein, jeden Absatz so, dass man weiterlesen muss. Man kann sich nicht dagegen wehren. Dieses Buch ist eine Sucht.
Am Anfang denkt man sich nichts Schlimmes. Der Seelenbrecher treibt sein Unwesen, klingt, wie ein Horrorfilm. Aber dann gerät man immer weiter in die Intrigen und die Geheimnisse der Privatpsychiatrie. Alles wird immer verzwickter, es entwickelt sich und am Ende...
Wie schon gesagt, es ist der erste „Fitzek“ den ich gelesen habe und was mir als erstes aufgefallen war, als ich das Buch zu Ende gelesen habe war, wie packend das Buch recherchiert ist. Neurologische und Psychologische Grenzgänge, wenn man so will. Also auch an alle Psychologiestudenten: Dieses Buch ist für euch ein Lehrwerk (und spannend noch dazu, ist das nicht perfekt?)!
Und, was mir bei jedem Roman von Sebastian Fitzek gefiel (Mittlerweile habe ich sie alle gelesen): Das Nachwort. Allein für das Nachwort lohnt sich der Kauf schon.Sowieso ist jede Seite ihr Geld hunderttausendprozentig Wert.
Und die Verkaufszahlen liegen laut seiner Website bei 300000 Exemplaren aufwärts
Und die Verkaufszahlen liegen laut seiner Website bei 300000 Exemplaren aufwärts
Ein packender, und genauso packend recherchierter Psychothriller, mit so vielen Intrigen und Geheimnissen...
Ich kann nur sagen: 10 von 10 ☼
Auf dass Fitzek noch hundert solcher Psychothriller schreibt!
Donnerstag, 25. März 2010
Rezension: Der Genesis-Code von Christopher Forrest

Ein Code begleitet uns seit Jahrtausenden... Er ist in uns... Und wir wissen nicht, was er bedeutet...
Der Forscher Joshua Ambergris hat eine Methode gefunden, wie der Code entschlüsselt werden kann. Eine Nachricht für die Menschen, die Hunderttausend Jahre in uns versteckt lag.
Doch einen Tag vor der großen Veröffentlichung wird Joshua Ambergris ermordet...
Nun liegt es an seinen Schülern Christian Madison und Grace Nguyen den Code zu entschlüsseln, und das größte Geheimnis der Menschheit zu lüften. Wenn es da nicht Menschen gäbe, die versuchen, dies zu verhindern- und zwar mit allen Mitteln...
Codes interessieren mich eigentlich immer, und so habe ich mir den „Genesis-Code“ einfach mal angelegt. Als ich dann, viele Monate später, die ersten 20 Seiten las, hörte es sich fast nach einem Agententhriller an. Doch das Buch entwickelte sich bald zu einem Bibel- nein... Einem Religionsthriller. Aber packend? Von der Story... vielleicht, ja. Aber der Schreibstil überzeugt mich nicht so ganz. Wenn da schon Worte wie „phlegmatisch“ auf Seite zwei auftauchen, dann... Also da kann man ja noch wirklich „träge“ schreiben. „Faul“. Dann kann man auch daran setzen, dass nicht nur Diplomaten und Gelehrte das Verstehen, und die ganzen „Phlegmatiker“ da draußen rumstehen müssen und bei Wikipedia nachschauen.
Auch die Figuren sind nicht wirklich lebendig. Sie wirken vielleicht wie Menschen, aber man kann sich ihnen nicht auf ihrem Abenteuer anschließen. Dazu hätte Forrest hundert, zweihundert Seiten mehr gebraucht. Aber darunter hätte wieder die Spannung gelitten.
Es ist eine gute Idee, aber die Umsetzung ist mittelmäßig. Da hätte ein Lektor aber auch nichts mehr machen können, da ich mich grundlegend mit dem Schreibstil nicht anfreunden kann.
Deswegen auch nur: 6,5 von 10.
Dienstag, 23. März 2010
Autorenportait: Karla Schmidt

Karla Schmidt ist eine deutschsprachige Autorin, Jahrgang '74. Bekannt wurde sie nach der Jahrtausendwende mit zahlreichen Science-Fiction-Kurzgeschichten. Die bekannteste ihrer Kurzgeschichten ist „Weg mit Stella Maris“, erschienen in der Anthologie „Lotus-Effekt“ des „Wurdack Verlages“. Mit dieser Geschichte gewann sie auch den Deutschen Science Fiction Preis 2009 in der Kategorie „Kurzgeschichte“.
Außerdem ist sie in der Filmbranche tätig. So schrieb sie einige Kurzfilmdrehbücher und Drehbücher für Sendungen.
2005 machte sie sich an ihren ersten Roman „Isabels Schöpfung“, welcher jedoch erst vier Jahre später angenommen wurde. Sie schickte das Manuskript zum Wettbewerb „Historischer Roman 2009“ vom Rowohlt-Verlag. Der Clou allerdings war, „Isabells Schöpfung“ ist in keine wirkliche Kategorie einzuordnen, weder Fantasy, Historisch, ein „Mittelding“, weswegen sie auch nicht gewann. Sie hatte die Hoffnung aufgegeben, bis ihr Agent sie schließlich anrief. Der Roman habe den Wettbewerb zwar nicht gewonnen, doch gefiel einer Lektorin das Manuskript so sehr, dass sie schließlich doch noch ein Angebot vom Verlag bekam. Es steht jetzt fest: Der Roman wird erscheinen, wenn auch unter einem Pseudonym Charlotte Freise (Mehr dazu auf: Hier! ) und dem Titel Die Seelenfotografin, im November diesen Jahres.
Auch in diesem Jahr erschien ihr Roman „Das Kind auf der Treppe“, seit dem neunten März auf
dem Markt, erschienen im Piper-Verlag. Unten übrigens die Rezension dazu.
Und ich hatte eine Idee: Jedem Autor, den ich hier porträtiere, stelle ich ein Interview, welches er kurz zu beantworten hat.
Die Sache hat zwei Besonderheiten:
1.Es handelt sich immer um dieselben Fragen.
2.Ich werde die Antworten unverändert hier veröffentlichen. Genauso, wie ich die E-M@il-Antwort bekommen habe ;)
Diesen Fragebogen habe ich natürlich auch Karla Schmidt geschickt, folgendes kam dabei raus:
Persönlicher Teil
1.:Drei Dinge, die sie immer in der Tasche haben.
Notizbuch, Stift, Wohnungsschlüssel.
2.:Drei Dinge, die sie immer im Kühlschrank haben.
Chilisoße, Kokosöl, Käse
3.:Ihr schönstes Erlebnis.
Der erste Schwangerschaftstest, der positiv ausfiel.
4.:Was würden sie mit 1000 Euro machen, wenn sie sie frei ausgeben könnten?
Eine Reise nach London.
5.:Ihre größten Hobbies?
Falls das ein Hobby ist - Wandern.
6.:Wenn sie drei Tage für sich selbst hätten, was würden sie tun?
Viel schlafen, aus der Stadt raus und wandern gehen. ;-)
7.:Lesen sie viel?
Beruflich: ja / Privat: Phasenweise
8.:Lieblingsautor und -roman.
Habe ich nicht. Aber es gibt einen Roman, nach dem ich wusste, ich will auch schreiben. Paul Willems: Schwanenchronik.
9.:Gebundene Ausgabe oder Taschenbuch?
Egal. Hauptsache gutes Buch.
Beruflicher Teil
10.:Schreiben sie regelmäßig?
Ja.
10.1.:Wenn ja, wie viel täglich/ wöchentlich?
Täglich. Manchmal bis zu 20 Seiten.
11.:Sind sie schon an einem neuen Projekt zu Gange?
Ja.
12.:Ist Schreiben ihre hauptberufliche Tätigkeit?
Ja.
12.1.:Haben sie Nebenberufe?
Ich schreibe nicht nur Romane, sondern auch Artikel und Lehrmaterialien.
13.:Was würden sie tun, um jungen Menschen das Lesen näher zu bringen?
Ihnen vorlesen, auch wenn sie schon selbst lesen können.
14.:Haben sie einen Tipp für angehende Autoren?
Nicht kleinkriegen lassen. Immer weiter machen. Handwerk lernen.
Natürlich gibt es das und viel mehr (aber nicht das Kurzinterview ;) ) auch auf Karla Schmidts Homepage:
Nämlich hier ;)
Rezension: Das Kind auf der Treppe von Karla Schmidt

Sie flieht vor ihrem Mann aus Island zu ihrer Halbschwester nach Berlin. Sie hat ihn umgebracht- oder doch nicht? Im Treppenhaus der Wohnung ihrer Schwester sieht sie den Jungen. Jung, erschöpft, ausgehungert. Sie nimmt sich ihm an. Denn in Berlin treibt das „Schulwegmonster“ seine Runden. Ein Kind nach dem anderen wird ermordet.
Leni wird immer erschöpfter, die Ungewissheit- lebt ihr Ehemann, der ihr Schreckliches angetan hat, noch?- frisst sie innerlich auf. Das Einzige, was sie noch antreibt, ist die Musik.
Bis sie ihren Mann auf den Straßen Berlins wiedersieht...
Der Roman hat mich gepackt. Ich habe angefangen zu lesen und ehe ich mich versehen konnte, war ich schon durch.
Leni, die Hauptperson ist perfekt inszeniert, die Charaktere nicht wie du und ich, aber sie sind... lebendig. Aber nicht nur die Story von dem eifersüchtigem Ehemann Lenis, der Rache will, und die Geschichte vom Schulwegmonster sind packend und mitreißend, nein. Auch die Darstellung des Lebens dort in Berlin, das Kind Nicky (Die Szene mit dem Finger. Hier will ich aber nicht mehr verraten...), das... ich will nicht sagen „Ghetto“.
Der Schreibstil drückte diesen Tiefgang perfekt aus, und von den „fiesen Szenen“ will ich gar nicht erst anfangen! Man blättert um, ohne es zu merken. Man befindet sich in dem Viertel von Berlin, in dem Haus, wo David Bowie 1976-78 lebte. Sowieso spielt Musik in diesem Roman eine ganz große Rolle...
Das einzige, was mich gestört hatte, waren diverse Druckfehler, aber das passiert öfters bei Erstauflagen.
Im Großen und Ganzen: Neben Wulf Dorn das Debüt 2009/10. Wobei ich bei dem Roman von Karla Schmidt nicht Debüt sagen darf, da sie vorher auch schon als Science Fiction Autorin tätig war.
9,5 von 10!
Der Hammer!
Rezension: Trigger von Wulf Dorn

Die Psychiaterin Ellen Roth trifft auf eine misshandelte Patientin. Diese rührt sich nicht, ist völlig in sich zurückgezogen. „Ich kann hier nicht raus, sonst holt er mich!“, sagt diese. Der schwarze Mann. „Jeder hat so einen Mann!“
Kurz darauf ist die unidentifizierte Patientin verschwunden... Und als wenn es nicht noch schlimmer kommen könnte: Der schwarze Mann hat es auch auf Ellen abgesehen...
Ich stand in der Buchhandlung vor einem Stapel Neuerscheinungen und Bestseller der letzten drei Monate. Ich hatte mich zu entscheiden zwischen John Katzenbach, Kind 44, anderen Thrillern und „Hummeldumm“. Ich hatte wirklich keinen blassen Schimmer, welches Buch ich nun lesen sollte. Aber dann stach es mir ins Auge: Auf der Rückseite stand der Kommentar meines Zweitlieblingsautors: Andreas Eschbach. Ich hatte mich da schon für Trigger entschieden, doch als wäre Eschbachs lobender Kommentar noch nicht genug, stieß ich auch auf den Kommentar meines Lieblingsautors auf dem Buchdeckel: Sebastian Fitzek. Da rannte ich sofort zur Kasse.
Trigger ist wirklich ein spannender Roman. Ein Psychothriller, mit der innigsten Bedeutung von „Psycho“. Nie ist es so wie es scheint. Immer kommt es anders. Immer der schwarze Mann... Man war sich bei dem Täter soo sicher, als es schon wieder anders kommt. Und wieder ist man sich sicher, doch: Der Schein trügt. Am Ende kam es nämlich ganz anders.
Und auch der Schreibstil. Wo bei der Story wohl Fitzekfans auflauschen, da kommt bei dem Schreibstil... etwas ganz neues. Dorn hat seinen eigenen Schreibstil und das ist 100prozentig positiv gemeint.
Und nochmal was ganz anderes, etwas materielles. Das Buch fühlt sich nämlich super an, was das Lesen natürlich noch schöner macht.
Ein Buch voller Intrigen und Fallen, in die der Leser immer wieder tappt. Ein überzeugender Schreibstil, ein gelungenes Debüt. 8,5 von 10!
Rezension:Ausgebrannt von Andreas Eschbach

Das Ende des Erdölzeitalters bahnt sich langsam aber sicher den Weg zur Menschheit. Oder doch gar nicht so langsam?
Markus Westermann glaubt fest an daran, dass das Ende näher ist, als man denkt. Und er tut sich mit einem Mann zusammen, der eine Methode kennt, um sehr viel Öl zu gewinnen. Doch dann entpuppt sich alles...
Mehr möchte ich erstmal nicht zur Geschichte sagen. Und auch zum Schreibstil von Eschbach muss ich nur ein Wort aus dem Mund lassen: Grandios!
Ich habe selbst versucht, einen Öko-Thriller zu schreiben. Da fiel mir dieses Buch ins Auge. Ich verschlang es auf meiner Berlinreise und musste sagen: Alles ist so war. Das Buch kann nicht besser recherchiert werden. Schon im Vorwort verkennt Eschbach, dass alle Zahlen des Buches auf Fakten basieren. Und da sieht man, wie es weitergehen könnte, wenn wir nicht aufpassen...
Und abgesehen davon, sind die Figuren – wie immer bei Eschbach – perfekt in Szene gesetzt. Sie wirken lebendig, als wenn man sie direkt vor Augen hätte. Ich hatte es bis jetzt bei keinem anderen Thriller, dass ich erstens so viel nachgedacht habe und zweitens mich so in die Perspektiven der Personen hineinversetzen konnte. Auch die Privatleben der Menschen, der Aufstieg und die Pläne von Markus Westermann, sind mitreißend. Ich schlage immer wieder auf zwei bestimmte Seiten zurück, um sie mir laut vorzulesen. So überzeugend...
Fazit: Ein Buch mit packender Recherche, mitreißenden Personen und einem dramatischen Schicksal, welches auch im echten Leben immer näher kommt...
Ich würde fast sagen: 10 von 10, doch das Ende finde ich ein wenig... naja, aber nur ein gaaanz bisschen zu... Deswegen:
9,5 von 10!
Aber immer noch: Holt es euch! Für den Eschbach-Bann ist es nie zu spät!

Auch in Neuauflage für nur 7 Euro
Montag, 22. März 2010
Rezension: Ensel und Krete von Walter Moers

Ensel und Krete verirrten sich im Wald...
Ein paar junge Fhernhachenzwerge besucht eines Tages mit seinen Eltern den großen Wald (bekannt aus: Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär), welcher jetzt eine Touristenattraktion ist.
Doch sie verirren sich dort und müssen mit der Angst leben, jederzeit von der Waldspinnenhexe entdeckt, und verspeist werden zu können.
Als ich „Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär“ las, war ich positiv überrascht. Ich brauchte sofort eine Fortsetzung.
Dieses Buch ist zwar der Roman nach dem Käpt'n Blaubär Werk, aber keine Fortsetzung, sondern ein Märchen aus Zamonien (Auch Szenario von „Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär“). Doch ich erwartete trotzdem, dass es genau so lustig ist.
Nun: Es ist lustig, ja. Vor allem die „Mythenmetzsche Abschweifung“ (Sie werden Freunden immer wieder Seite 60-61 zeigen, „Brummli Brummli Brummli...“). Doch es reicht leider nicht an den göttlichen Humor von „Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär“ heran. Neue Illustrationen, wieder klasse. Auch erkennt man vieles aus dem Käpt'n Blaubär Buch wieder. Doch die Komik... Es ist meist eher „tragisch“, natürlich im zamonischen Sinne.
Und noch einen Faktor möchte ich hier ansprechen: Den Preis. Die Taschenbuchausgabe von „Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär“ kostet zehn Euro. Nur zehn Cent billiger ist dieses Buch und trotzdem 450 Seiten kürzer.
Fazit: Ein schönes Buch, es reicht aber nicht an den herkömmlichen Walter Moersschen Humor heran. Deswegen: 7 von 10
Sonntag, 21. März 2010
Rezension: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär von Walter Moers

Käpt'n Blaubär. Eine Walnussschale. Zwergpiraten. Klabautergeister. Ein riesiges Schiff. Gimpel. Ein Kontinent aus dem die Menschen verbannt wurden – Zamonien.
Durch einen Freund kam ich auf dieses Buch. Ich wollte mir es zuerst kaufen, bekam es schließlich geschenkt. Jedes mal wenn ich eine Seite umblätterte, hörten meine Augen nicht auf zu tränen- Vor Lachen. Es ist nicht die eigentliche Komik, wie man sie aus Büchern wie „Vollidiot“ kennt. Walter Moers, Autor dieses Romans und auch vom „Kleinen Arschloch“ (Das ist wirklich der einzige Grund in einer Rezension ein Schimpfwort zu benutzen), schafft hier, wie auch auf dem Klappentext gesagt wird, ein Universum. Keine herkömmliche Komik- groteske Komik. Und auch dieses Wort beschreibt den Roman nicht wirklich.
Herrlich Grotesker Humor. Ein Lachen, das man nie verlieren wird. Und nur ein Wort, welches das Buch wirklich beschreiben kann:
Unbeschreiblich.
Aber noch eine Warnung: Sie werden nie wieder mit Menschen kommunizieren können, sofern sie dieses Buch lesen. Keiner wird sie verstehen, wenn sie einen Satz sagen, wie „Das ist ja gimp!“
Und noch eine Randbemerkung: Kaufen sie sich lieber die Gebundene Ausgabe. Denn der Buchrücken der Taschenbuchausgabe geht schon nach einmaligem Lesen ab.
9 von 10
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