Vorerst: Jeder, der diesen Artikel liest, schreibe iiiiirgendetwas als Kommentar. Nur zur Kontrolle, dass ich weiß, ob das hier überhaupt gelesen wird.
Andreas Eschbach
Als ich heute noch einmal meine Em@ils checkte, musste ich einmal kurz zusammenzucken- die Antwort auf mein Interview wurde vom Großmeister- wie ich finde- des deutschen Thrillers beantwortet: Andreas Eschbach.
Ein kurzer Überblick zur Person: Der 1959 in Ulm geborene vorzeitige Luft- und Raumfahrttechnikstudent- er schloss dieses Studium allerdings nicht ab- arbeitete vorerst als Softwareentwickler. Erst 1995- okay, vor immerhin schon 15 Jahren Schaffenszeit- erschien sein erster Roman „Die Haarteppichknüpfer“, nachdem er zuvor im Sommer 94 ein Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung für „Schriftstellerisch hochbegabten Nachwuchs“ erhielt.
Seine ersten Romane orientierten sich eher an Science-Fiction, bis ihm 1997 mit „Das Jesus Video“ der endgültige Durchbruch gelang.
Doch auch viele seiner neueren Romane orientieren sich an gerade zu phantastischen Ideen, die ein Nicht-Eschbacher als Science-Fiction abspeisen würde. Doch sind sie derart realistisch recherchiert (siehe Ausgebrannt-Rezension), dass ein Kenner es niemals als wagemutig bezeichnen würde, solche Ideen zu verfassen.
Seit 2003 lebt er mit seiner Frau an der Atlantikküste Frankreichs.
Im nächsten ein kleines Interview mit dem deutschen Autor. ;)
1.:Ihre letzten Bücher- schwerpünktlich „Ausgebrannt“ und „Ein König für Deutschland“ waren Kritiken an bestimmten Themen. Kritiken sollen immer etwas bewirken.
Jetzt einmal Hand aufs Herz: Haben ihre Bücher etwas bewegt? Können Bücher die Welt bewegen?
Nein, aber Bücher bewegen *Menschen*, und das ist vielleicht sogar noch besser.
2.: Im „Buch der Zukunft“ sprechen sie die Themen „Ende des Ölzeitalters“ und „Wahlmaschinen“ an, welche ja Grundlagen ihrer letzten Romane sind. Ist das Zufall oder haben sie beim Schreiben des Buches die Ideen quasi heraus geschöpft?
Natürlich ist das kein Zufall. Während ich das "Buch von der Zukunft" geschrieben habe, habe ich nach jedem Kapitel erst mal innehalten und mir Ideen für Romane notieren müssen, die mir dabei gekommen waren. Wer also eine Ahnung kriegen will, was für Themen in den künftigen "Eschbachs" noch eine Rolle spielen werden: "Buch von der Zukunft" lesen!
3.: Im selbigen „Zukunftsbuch“ schildern Sie die Zukunft der Menschheit nicht übertrieben, sondern realistisch - wenn Sie nach 6 Jahren eine Bilanz ziehen müssten: Hat sich vieles bewahrheitet?
In ein paar Punkten habe ich mich geirrt (zum Beispiel hatte ich nicht erwartet, dass die Kernenergie nochmal zurückkommt), bei vielen Punkten wird man zu meinen Lebzeiten noch gar nicht wissen, ob ich mich geirrt habe, aber im Großen und Ganzen würde ich das Buch heute nicht viel anders schreiben.
4.: Einige ihre Bücher, wie Kelwitts Stern oder Quest sind Science-Fiction Romane, andere wieder Thriller. Wie kommen sie zu diesen Wechseln?
Da muss ich mich überhaupt nicht anstrengen, die Wechsel kommen von selber zu mir. In Form verschiedenartiger Geschichten.
5.: Im „König für Deutschland“ sind ganz genau 100 Randbemerkungen, einerseits Erklärungen zu speziellen Begriffen, andererseits Weblinks zu den entsprechenden Themen. Ist das Internet ihr Hauptrechercheweg, oder kaufen bzw. leihen sie sich hauptsächlich Bücher?
Das kommt auf die Art der Information an, die ich suche. Im "König" ging es um Computerzeug, da ist das Internet natürlich eine gute Quelle. Normalerweise aber liegt der Schwerpunkt eher bei Büchern und Zeitschriften.
6.: In „Eine Billion Dollar“ schreiben sie über einen Mann, der ein faszinierendes Erbe antritt. Würden sie auch so viel Geld annehmen?
Lange Zeit hat mir die Vorstellung Angst gemacht. Aber da inzwischen eine Billion auch nicht mehr das ist, was sie mal war, würde ich sie annehmen...
7.: Wenn wir uns einen Andreas Eschbach beim Schreiben vorstellen, wo finden wir ihn dann? In einem Büro mit Meerblick auf die Atlantikküste? Oder direkt am Strand? Oder mit einer Schreibmaschine in einem gesonderten Raum ohne Fenster wie Stephen King?
Auf Anhieb richtig geraten: In einem Arbeitszimmer mit Blick auf den Atlantik.
8.: Sehen wir sie da als Workaholic? Schreiben sie den ganzen Tag über, oder gehen sie die Sache eher locker an?
Ich überarbeite mich schon nicht, keine Sorge. Aber in gewisser Weise ist ein Schriftsteller tatsächlich rund um die Uhr im Dienst - manchmal muss ich auch nachts aufstehen und ein paar Sätze aufs Papier bringen, die mir sonst die ganze Zeit durch den Kopf gehen und mich vom Schlafen abhalten würden.
9.: Wenn wir uns einen Andreas Eschbach beim entwickeln eines Romanes anschauen? Wie gehen sie da vor?
(Wir wissen von ihrer Website nur, welchen Block sie benutzen ;) )
Da habe ich keine immer gleiche Produktionsmethode. Im Grunde ist alles, was ich tue, mir die Geschichte, wie sie einmal werden soll, im Kopf so genau wie möglich auszumalen - dabei auch mit vielen Varianten zu spielen - und mir alles aufzuschreiben, von dem ich fürchte, ich könnte es vergessen. Und ab und zu schreibe ich dann den eigentlichen Text. Den ich dann auch immer wieder abändere, so lange, bis ich zufrieden bin.
Anmerkung: Natürlich behält auch dieses Interview seinen genauen Wortlaut, da der Autor ja so wie so einen verdammt guten Schreibstil hat ;)
Danke Herr Eschbach! Und auf hoffentlich weitere... hundert Bücher. ;D
Donnerstag, 20. Mai 2010
Samstag, 15. Mai 2010
Stephen King! (???)
Bevor ich jetzt zum Pokalfinalendspielfernsehabend aufbreche, will ich noch einige Worte zu einem seeeehhhrrr bekannten Thema ansprechen.
Stephen King.
Nein, ich meine nicht den Film Zimmer 1408, der vor einigen Tagen lief.
Meine persönliche Stephen King Geschichte:
Ich glaube, mein erstes King Buch war Colorado Kid. Ein Kurzroman über einen ungeklärten Mord. Aha. Laaaaangweilig, dachte ich, als ich es gelesen hatte. Super Schreibstil. Aber die Geschichte...?
Danach kaufte ich mir Dead Zone, ich fand es gut, aber damals (vor zwei Jahren :D) war ich erst elf, und... naja. Hatte nicht das Durchhaltevermögen dafür. Zumal Stephen Kings Romane ja immer recht lang sind, bevor es richtig los geht. Das war vermutlich der Grund.
Der Grund, warum mir die Kurzgeschichtensammlung Sunset nicht gefiel, war, dass es etwas zu spirituell veranlagt war, und ich es damals noch nicht verstand.
(Das einzige, was mir damals gefiel, war Das Leben und das Schreiben)
Doch jetzt: Ich kaufte Shining, begann, es zu lesen. Wow.
Jetzt verstehe ich Colorado Kid (Es hält sich nämlich bewusst im Stil der 40ger), Sunset, Dead Zone (obwohl es bei Dead Zone nicht viel zu verstehen gibt.)
Warum ich Stephen King jetzt doch noch vergöttere?
Gleich im zweiten Teil, ich muss jetzt los ;)
So, hat ein bisschen länger gedauert.
Warum ich Stephen King so cool finde? Auf einmal?
Lebendigkeit. Er schreibt so lebendig. Wenn Wendy (Aus Shining) müde wird, werde ich auch müde, wenn Danny traurig ist, empfinde ich auch diese Traurigkeit.
Und im ersten Teil von Shining: Danny (er ist 5)'s Gefühle sind so gut beschrieben, ein nichtsahnendes Kind... Hach... genial
Wer stimmt mir zu?
Stephen King.
Nein, ich meine nicht den Film Zimmer 1408, der vor einigen Tagen lief.
Meine persönliche Stephen King Geschichte:
Ich glaube, mein erstes King Buch war Colorado Kid. Ein Kurzroman über einen ungeklärten Mord. Aha. Laaaaangweilig, dachte ich, als ich es gelesen hatte. Super Schreibstil. Aber die Geschichte...?
Danach kaufte ich mir Dead Zone, ich fand es gut, aber damals (vor zwei Jahren :D) war ich erst elf, und... naja. Hatte nicht das Durchhaltevermögen dafür. Zumal Stephen Kings Romane ja immer recht lang sind, bevor es richtig los geht. Das war vermutlich der Grund.
Der Grund, warum mir die Kurzgeschichtensammlung Sunset nicht gefiel, war, dass es etwas zu spirituell veranlagt war, und ich es damals noch nicht verstand.
(Das einzige, was mir damals gefiel, war Das Leben und das Schreiben)
Doch jetzt: Ich kaufte Shining, begann, es zu lesen. Wow.
Jetzt verstehe ich Colorado Kid (Es hält sich nämlich bewusst im Stil der 40ger), Sunset, Dead Zone (obwohl es bei Dead Zone nicht viel zu verstehen gibt.)
Warum ich Stephen King jetzt doch noch vergöttere?
Gleich im zweiten Teil, ich muss jetzt los ;)
So, hat ein bisschen länger gedauert.
Warum ich Stephen King so cool finde? Auf einmal?
Lebendigkeit. Er schreibt so lebendig. Wenn Wendy (Aus Shining) müde wird, werde ich auch müde, wenn Danny traurig ist, empfinde ich auch diese Traurigkeit.
Und im ersten Teil von Shining: Danny (er ist 5)'s Gefühle sind so gut beschrieben, ein nichtsahnendes Kind... Hach... genial
Wer stimmt mir zu?
Sonntag, 9. Mai 2010
Lange Weg, oder: Kleine Bestandsaufnahme der letzten Wochen.
Jaaa. Jetzt ist fast (oder über) einen Monat kein Post mehr von mir erschienen. Es ist eigentlich schon ein schweres Delikt von mir, ich weiß. Aber es hat ja so seine stressigen Gründe, wenn man nicht kann.
So habe ich in dieser Zeit etwa 4 Kurzgeschichten geschrieben, dass nimmt schon mal Zeit. Außerdem noch lesen, aber das eher stressige ist die Schule.
Ja, aber jetzt bin ich zurück, mit hoffentlich vermehrten Posts.
Hoffentlich. Ich habe in der Zeit viele Bücher gelesen, aber in diesem Monat wahrscheinlich eher weniger. Denn ich lese grade Der Schwarm, ein 1000 Seiten Koloss. Ich schaffe 300 Seiten Bücher zwar in 2 Tagen, was aber nicht heißt, dass ich tausend Seiten dann in 7 Tagen schaffe. Da muss ich mich schon mehr mit beschaffen. Dazu kommt noch, dass ich jetzt uuuuuuuunbedingt die Märchen von Beedle dem Barden von JK Rowling lesen MUSS! Das ist sooo süß gestaltet, so schööön aufgemacht... Das möchte ich dann auch mal gelesen haben. Immerhin liegt es seit einem Jahr und fünf Monaten im Schrank und wartet aufs Gelesenwerden.
Da werde ich den Schwarm wohl für zwei Stündchen unterbrechen müssen.
Wenn morgen gutes Wetter ist, dann setze ich mich draußen hin und lese es am Stück.
Aber morgen soll es ja regnen... :'(
Außerdem war ich in letzter Zeit auf zwei Flohmärkten (wie man ja von mir weiß, lese ich nicht nur Neuerscheinungen, oder sogar eher weniger Neuerscheinungen, weil ich mir die gebundenen nie leisten kann :D), habe irgendwie 10 Bücher für 10-12 Euro erstanden. Die wollen gelesen werden (Keine Angst, Rezension ist da unten, und der Schwarm, welchen ich ja gerade lese, gehören dazu).
Ja, so viel von mir. Bin etwas im Stress, aber sonst...
Bis dann!
So habe ich in dieser Zeit etwa 4 Kurzgeschichten geschrieben, dass nimmt schon mal Zeit. Außerdem noch lesen, aber das eher stressige ist die Schule.
Ja, aber jetzt bin ich zurück, mit hoffentlich vermehrten Posts.
Hoffentlich. Ich habe in der Zeit viele Bücher gelesen, aber in diesem Monat wahrscheinlich eher weniger. Denn ich lese grade Der Schwarm, ein 1000 Seiten Koloss. Ich schaffe 300 Seiten Bücher zwar in 2 Tagen, was aber nicht heißt, dass ich tausend Seiten dann in 7 Tagen schaffe. Da muss ich mich schon mehr mit beschaffen. Dazu kommt noch, dass ich jetzt uuuuuuuunbedingt die Märchen von Beedle dem Barden von JK Rowling lesen MUSS! Das ist sooo süß gestaltet, so schööön aufgemacht... Das möchte ich dann auch mal gelesen haben. Immerhin liegt es seit einem Jahr und fünf Monaten im Schrank und wartet aufs Gelesenwerden.
Da werde ich den Schwarm wohl für zwei Stündchen unterbrechen müssen.
Wenn morgen gutes Wetter ist, dann setze ich mich draußen hin und lese es am Stück.
Aber morgen soll es ja regnen... :'(
Außerdem war ich in letzter Zeit auf zwei Flohmärkten (wie man ja von mir weiß, lese ich nicht nur Neuerscheinungen, oder sogar eher weniger Neuerscheinungen, weil ich mir die gebundenen nie leisten kann :D), habe irgendwie 10 Bücher für 10-12 Euro erstanden. Die wollen gelesen werden (Keine Angst, Rezension ist da unten, und der Schwarm, welchen ich ja gerade lese, gehören dazu).
Ja, so viel von mir. Bin etwas im Stress, aber sonst...
Bis dann!
Rezension: Keine Angst von Frank Schätzing (Kurzgeschichtensammlung)

Kurzgeschichten... Es war ja bekanntlich noch keine (oder nur unglaublich wenige) Kurzgeschichtensammlung in den vorderen Reihen der Bestsellerlisten. Mit Kurzgeschichten kann man kein Geld verdienen. Kurzgeschichten gehören in Zeitungen, auf Blogs im Internet, oder in billige Magazine, aber bei allem Respekt: Nicht in Bestsellerlisten!
Diese schon.
Mit der ersten Kurzgeschichte haben wir schon eine herrliche Metapher. Lustig!
Dann sind da noch andere Geschichten, die einem wirklich eine Gänsehaut liefern (Also wirklich! Nicht sprichwörtlich!), Bistecca Mafia, ganz schön ironisch. Bis hin zu einer Kurzgeschichte, in der der Leser angesprochen wird, zum Gejagten wird. Herrlich!
Ich habe eigentlich noch nicht viele Kurzgeschichten gelesen, aber doch schon genug um zu sagen: Diese sind herausragend!
9 von 10!
Ich bin übrigens schon gleich beim Lesen des nächsten Schätzings, Der Schwarm (Hat ja eh schon jeder gelesen ;) )
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